Zwote macht es sich im Angriff zu schwer

Vergangenen Sonntag trat die zweite Garde des Königsbrunner Herrenhandballs zuhause gegen den Drittplatzierten aus Wertingen an und wollte an das solide und gute Spiel der letzten Woche anknüpfen. Leider kamen wieder die altbekannten Schwächen zum Vorschein und man verlor am Ende verdient mit 29:34.

Vor Spielbeginn sah es wieder hervorragend aus: voller Kader, jede Position doppelt und gleichwertig besetzt. Nur Cheftrainer Tim H. Sailer musste wegen seines eigenen Spiels in Günzburg das Coaching an Co-Trainer Dennis Alt abgeben. So startete man in die Partie und wollte die herbe Niederlage aus der Hinrunde wettmachen. Die ersten 15 Minuten waren ein ansehnliches und ausgeglichenes Duell. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und versuchten, durch ihre jeweiligen Stärken zum Erfolg zu kommen. Königsbrunn tat sich im eins gegen eins deutlich schwerer als die robusten Wertinger. Trotz der fairen, jedoch sehr robusten Abwehrarbeit der Bächestädter, mit der sich Königsbrunn schwer tat, konnten die Brunnenstädter immer wieder ausgleichen und wollten dranbleiben.. Doch ab der Mitte der ersten Halbzeit wurde man unkonzentriert und verlor reihenweise Bälle im Angriff, was die Gäste mit eigenen leichten Toren ausnutzten. Zur Halbzeit lag man dann bereits mit fünf Toren zurück (13:18).

In der Halbzeitansprache wurde an die Mentalität appelliert. Man sah selbst, dass es deutlich besser lief als im Hinspiel. Ohne die eigenen Fehler hätte man in diesem Spiel sicher führen können. Mehr Druck auf die Lücken und bessere Anspiele an den Kreis sollten die Probleme lösen.

Leider verschlief man den Start in Halbzeit zwei komplett und ließ Wertingen freien Lauf. Schnell setzten sich die Gäste mit zehn Toren ab und man musste hoffen, nicht noch deutlicher aus der eigenen Halle geschossen zu werden. Zum Glück fingen sich die BHC Mannen wieder und erhielten deutlichen Rückhalt aus dem Tor, um eine Aufholjagd zu starten. Zwar schaffte man es bis zum Ende des Spiels, den Halbzeitabstand von fünf Toren wieder herzustellen, begeistert war man darüber natürlich nicht.

Der Zwoten fehlt es in diesem Jahr deutlich an Konstanz und Spielgefühl. Meist werden unsichere Abschlüsse gesucht, das Zusammenspiel mit dem Kreis lässt sich noch deutlich ausbauen und das schnelle Umschaltspiel über die abgeschlossene Seite lässt wieder sehr zu wünschen übrig. In den folgenden Trainingseinheiten weiß man zumindest, woran man arbeiten muss und wird sich für die nächsten Partien hoffentlich verbessern.

Als Nächstes steht dann der Nachbar aus Friedberg auf der Platte. Zur ungewohnten Zeit am Mittwoch, den 05.02., um 20 Uhr will die Zwote wieder alles nach vorne werfen und sich weiter von den Abstiegsplätzen entfernen.

Es spielten für Königsbrunn:
Schneeberger, Robin – Huber, Marius (beide Tor)
Schuster, Aaron (5/2) – Blach, Luca – Grobe, Matthias (1) – Steinbrecher, Markus (5) – Neuberger, Dominik (3) – Raab, David (2) – Koppmann, Neil (1) – Lorenz, Jonathan (3) – Herzog, Philipp (4) – Blücher, Lukas – Riedl, David (4) – Antalik, Christian (1) – Bretschneider, Stefan