Abenteuer Bayernliga startet mit Dämpfer
 
Die männliche A-Jugend des BHC Königsbrunn darf sich in dieser Saison zur Eliteklasse des Bayerischen Handballverbands zählen. Und auch wenn allein das als großer Erfolg zu werten ist, will man nun nicht nur dabei sein, sondern auch ansprechende Ergebnisse erzielen. Den Auftakt beim Lokalrivalen TSV Friedberg muss man nun aber als misslungen verbuchen. Beim 32:16 der Hausherren verkaufte man sich letztlich unter Wert.
 
Die Königsbrunner Nachwuchshandballer haben einen mehr als erfolgreichen Sommer hinter sich. Nach dem Gewinn der ÜBOL Meisterschaft in der vergangenen Saison, dem Aufstieg in die Bayernliga nach einem zweimonatigen Qualimarathon sowie dem Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft im Beachhandball, ist das Selbstvertrauen und der Spaß am Handball groß in der Brunnenstadt. Für das Trainerteam Klaffenbach/Kraus, das auch in dieser Saison die A-Junioren betreut, bedeutete dies aber auch eine etwas schwierige Vorbereitung auf die Hallenrunde. Neben dem vollen Terminkalender galt es hauptsächlich die Belastung zu steuern, weshalb nicht ganz so viele Einheiten absolviert werden konnten, wie man sich dies gewünscht hatte. Mit dem Einsatz und der Bereitschaft ihrer Spieler sind Sie aber vollauf zufrieden. „Die Jungs haben ein Wahnsinnsprogramm abgespult und definitiv den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gemacht“, loben beide Trainer. Allen müsse nun aber bewusst sein, dass man eine gewisse Anlaufphase benötigt, bis alle Abläufe passen und bis man sich an Tempo und Härte in der Bayernliga gewöhnt hat. Der BHC kann dabei auf seinen Stamm des 2001/02 Jahrgangs vertrauen. Nachdem Tim in der letzten Saison nur sporadisch in der A-Jugend unterstützt hat, wird er in dieser Runde fester Bestandteil des Nachwuchsteams sein. Hinzu kommen mit Konstantin (TSV Haunstetten) und Finn-Luca (VSC Donauwörth) zwei wichtige Verstärkungen, und auch die B-Jugendspieler Colin und Marc zählen zum festen Kader.
 
Zum Auftakt der Saison ging es nun am vergangenen Sonntag zum Lokalderby nach Friedberg. Der TSV hatte bereits eine Woche zuvor mit einem deutlichen 30:20 Erfolg über Erlangen II die ersten Punkte eingefahren und ging als Favorit in die Partie. Wie schon in der Qualifikation wollten die Brunnenstädter aber möglichst lang dagegen halten. Angetrieben von den vielen eigenen Fans erwischten die BHCler einen guten Start. Leider ließ man mehrmals die Chance liegen, sich abzusetzen. Die erste kleine Schwächephase nutzte dann aber der Gastgeber um sich einen Vorsprung herauszuwerfen (8:4). Dennoch mussten die Brunnenstädter sich leistungsmäßige nicht verstecken, das Spielgeschehen blieb bis zum 12:8 ausgeglichen. Leider verlor man in den letzten 5 Minuten vor der Pause dann den Faden. Friedberg blieb konsequent und war vollem im Abschluss deutlich effizienter, so dass der 16:8 Pausenstand zwar nicht unbedingt dem Spielverlauf gerecht wurde, aber praktisch schon die Vorentscheidung im Spiel brachte. Leider lief aus Sicht der Gäste auch die zweite Halbzeit eher fahrig. Der Rückstand wuchs stetig an und so wurde es am Ende ein deftige Niederlage, die in dieser Höhe unnötig war.
 
Nun geht man in eine zweiwöchige Trainingsphase, bevor am 6.10. das erste Heimspiel gegen Erlangen auf dem Programm steht.