Der BHC Königsbrunn musste sich beim TSV Göggingen mit 28:32 geschlagen geben. In einem Spiel, das lange Zeit völlig offen war und unter ungewöhnlichen Bedingungen stattfand. Die Heizung bzw. Lüftung der Gögginger Halle war ausgefallen, sodass Spieler wie Zuschauer in spürbarer Kälte agieren und teilweise sogar in Winterjacken zuschauen mussten. Trotz dieser Umstände zeigte der BHC vor allem in der ersten Halbzeit eine starke und konzentrierte Leistung.

Der Start verlief ganz nach Königsbrunner Vorstellung. Mit einer kompakten Abwehr und starken Paraden der Torhüter gelang es dem BHC, Göggingen regelmäßig ins Zeitspiel zu zwingen. Auch im Angriff agierte das Team diszipliniert und nutzte seine Chancen mit guter Quote. Verdient ging Königsbrunn mit einer 14:11 Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel jedoch allmählich. Göggingen fand bessere Lösungen im Angriff, während der BHC mit einer Reihe von Siebenmeter-Entscheidungen gegen sich zu kämpfen hatte. Die Gastgeber verwandelten ihre Strafwürfe sicher und blieben im Abschluss insgesamt konsequenter.

Dennoch blieb Königsbrunn bis in die Schlussphase hinein voll im Spiel. Erst in den entscheidenden Minuten ließen die Gäste mehrere gute Gelegenheiten ungenutzt, während Göggingen seine Chancen verwertete und sich schließlich absetzen konnte.

Für zusätzliche Unruhe sorgte eine hektische Endphase: Einer Roten Karte gegen einen BHC-Spieler, folgte ebenfalls eine Rote Karte gegen den Gögginger Trainer. In diesem Chaos fand der BHC nicht mehr die Ruhe, um die Partie noch zu drehen.

Trotz des Endergebnisses kann der BHC auf einer starken ersten Halbzeit und einer über weite Strecken stabilen Abwehrleistung aufbauen. Für die kommenden Aufgaben gilt es nun, diese Qualität über 60 Minuten zu halten und in engen Phasen konsequenter zu bleiben.