Zwote schenkt Sieg im letzten Viertel her
Vergangenen Sonntag trat die Zwote Garde zum Auswärtsspiel beim TSV Haunstetten III an.
Zwar lieferte man zeitweise eine gute Leistung gegen die etwas gröber auftretenden Augsburger, zeigte aber erneut bekannte Schwächen wie unnötige technische Fehler und sinnlose Kreisanspiele. So verlor man am Ende leider mit 25:24.
Mit leichtem Rückenwind aus der Partie der Vorwoche gegen Bäumenheim trat man mit Selbstvertrauen an. Die Bank wird diese Saison wohl nie einen leeren Platz aufweisen und so wollte man erneut den Konditionsvorteil gegen die nur zwölf auflaufenden Haunstetter nutzen. Auch wenn Haunstetten zunächst mit 3:1 in Führung gehen konnte, gehörten die nächsten 20 Minuten klar der Zwoten. Die Abwehr stabilisierte sich und ließ den Gastgebern kaum Chancen zu leichten Toren. Schnell setzte man sich mit vier Treffern ab und hätte diesen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen können. Leider wurde die Partie mit „etwas“ mehr Härte gepfiffen, als es den flinken Königsbrunnern lieb war. Dies spielte den Haunstettern aber deutlich in die Karten. Erfahrener als die Königsbrunner wussten sie, die Angriffe grob, aber nicht so grob zu stoppen, dass ein Pfiff fiel und so landeten die dadurch unglücklich verlorenen Bälle beim Gegner, der ein Davonziehen damit verhinderte. Zur Halbzeit führte man dennoch verdient mit drei Toren und war guter Dinge, dass das Spiel weiterhin in Königsbrunner Hand bleiben würde.
In der Halbzeit wurden die Fehler klar angesprochen, die der einzige Grund sein könnten, wie sich das Spiel überhaupt noch drehen könnte. Zugleich wurden aber auch die guten Aktionen gelobt und man erinnerte sich gegenseitig daran, weiter durchzuhalten, die nötige Härte einzustecken und sich weiter durchzukämpfen.
Halbzeit zwei begann wie Halbzeit eins endete. Die Brunnenstädter behielten ihre Führung, konnten sich jedoch nicht weiter absetzen, da weiterhin die Pfiffe auf eigener Seite ausblieben. Haunstetten kam in der 40. Minute bis auf ein Tor heran und das Spiel begann aus Königsbrunner Sicht zu kippen. Dann folgten jedoch einige sehr gute Minuten der Brunnenstädter. Torgarant Aaron Schuster rannte und rannte und sorgte fast im Alleingang für eine erneute Vier-Tore-Führung zur 48. Minute. Doch dann brach alles zusammen und man zeigte plötzlich nichts mehr vom zuvor angedeuteten großen Potenzial. Jeder Angriff verlief ins Leere, die Bälle wurden reihenweise, auch ohne gegnerischen Einfluss, ins Aus oder direkt zum Gegner geworfen.
Zum spielerischen Unglück kam in der Schlussphase noch eine Knieverletzung von Kreisläufer Konstantin Wolff hinzu, der sich in der Abwehr unglücklich selbst auswechselte. Haunstetten nutzte die dadurch entstandene Lücke eiskalt aus, erzielte den Führungstreffer und drehte das Spiel. Die letzte Auszeit auf Königsbrunner Seite wurde genommen, um noch einmal daran zu erinnern, wie einfach es im Spielverlauf war, durch Stoßen zu erfolgreichen Toren zu kommen. Haunstetten stand längst nicht mehr so stabil in der Abwehr. Ein Unentschieden war also noch greifbar. Leider glichen die letzten 30 Sekunden eher einem Mitleidskick im Training als dem zuvor gezeigten Handball. Den letzten Pass an den Kreis, nach angezeigtem Zeitspiel, hätte nicht einmal Ludovic Fabregas fangen können. So verlor man das eigentlich sicher geglaubte Spiel in den letzten zehn Minuten und der Frust war dementsprechend groß.
Im Nachhinein kann man die guten Phasen kaum hoch genug loben, doch leider überwiegen die kopflosen Aktionen immer wieder zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Wird die Zwote es endlich schaffen, ihr Können über eine komplette Partie zu zeigen?
Nun hat man zwei spielfreie Wochenenden, um gezielt an den bekannten Schwächen zu arbeiten. Der nächste Gegner ist laut Tabelle auf Augenhöhe. Mit dem TSV Schwabmünchen II trifft man am Samstag, den 15.11.2025, um 15:30 Uhr vor heimischer Kulisse auf eine erfahrene Bezirksligamannschaft die, ebenso wie Königsbrunn, alles daran setzen wird aus dem unteren Tabellendrittel zu entkommen.
Vorweg kommt es in der BOL zum Spitzenspiel der mC und nach dem Spiel der Zwoten kämpfen auch die Damen und die Herren I um Punkte in der eigenen Halle.
Es spielten für Königsbrunn:
Huber, Marius – Schneeberger, Robin (Tor)
Schuster, Aaron (7) – Hoffmann, Paul – Blach, Luca (2) – Grobe, Matthias (1) – Wolff, Konstantin (3) – Neuberger, Dominik (1) – Raab, David (1) – Koppmann, Neil (1) – Lorenz, Jonathan (2) – Krämer, Pascal – Gay, Tobias (3) – Karakasic, Nick (2) – Fackler, Tobias (1) – Brettschneider, Stefan